Für mehr Mut, bunt zu sein

München, 10. Oktober 2022. Für mehr Mut, bunt zu sein und das in allen Facetten: darum geht es in der neuesten Episode der Gesprächsreihe LEGO Talk zum diesjährigen Weltmädchentag am 11. Oktober. Denn sich ermutigt fühlen, so zu sein wie man ist und so handeln zu können, wie man möchte, ist alles andere als leicht, vor allem für Kinder. Sie benötigen dafür immer mal wieder eine Portion Mut; wie sich auch in einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der LEGO GmbH zum Thema „Ermutigt fühlen, man selbst zu sein“ zeigt. Darin gaben 40 Prozent der befragten Eltern und Erziehungsberechtigten an, dass sie davon überzeugt sind, dass es Mut erfordere, um zur eigenen Persönlichkeit zu stehen*. Gleichzeitig sagte nur knapp ein Drittel der Befragten (28 Prozent) aus, ihr Kind/ihre Kinder innerhalb der letzten drei Tage dazu ermutigt zu haben, ihre eigene Meinung zu sagen*. Wie wichtig aber gerade das Ermutigen der Individualität und die Förderung der individuellen Entwicklung von Kindern durch das familiäre und soziale Umfeld ist, darüber spricht Moderatorin Jana Ina Zarrella mit der Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Solzbacher und Herausgeberin Dr. Kasia Mol-Wolf im neuesten LEGO Talk. Sie teilen darin nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen, wie sie sich selbst und ihre Kinder immer wieder dazu ermutigen, so zu sein wie sie sind. Zarrella, Solzbacher und Mol-Wolf diskutieren vor allem auch darüber, warum Kinder Vorbilder brauchen, um sich individuell entwickeln zu können und wie wichtig Selbstwirksamkeits-Erfahrungen dabei für sie sind.  

Mutig sein, man selbst zu sein – aber wie? 

„Dieses Erfolgsgefühl, das man bekommt, nachdem man mutig gewesen ist, ist so groß und bringt so viel. Genau das versuche ich meinen Kindern zu vermitteln.“, erzählt Jana Ina Zarrella im LEGO Talk darüber, wie sie ihre beiden Kinder bestärkt, mutig und individuell zu sein, denn: „Am Ende ist es doch nur wichtig, dass unsere Kinder glücklich sind”. Umso wichtiger ist es, Kinder in ihrer Selbstwahrnehmung zu bestärken und sie darin zu ermutigen, in ihrer Entwicklung so zu sein, zu denken, zu sprechen und zu handeln, wie sie es möchten. Den Mut dazu zu haben, müssen Kinder aber erst einmal entwickeln – sei es aus Selbstwirksamkeits-Erfahrungen, durch Vorbilder oder ein ermutigendes Umfeld, so Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Solzbacher im LEGO Talk: “Kinder können mutig sein nur erlernen. Sie schöpfen Mut aus inneren Bildern und Erfolgserlebnissen, die sie von klein auf erlebt haben. Diese positiven inneren Bilder schaffen Selbstwirksamkeit: Ich kann das und ich schaffe das! ’. Das ist die Einstellung, die Kinder wie auch wir Erwachsenen brauchen, um mutig zu sein.”. Und dieses mutig sein hat einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf das eigene Selbstvertrauen und -verständnis, was mehr als Dreiviertel der befragten Eltern und Erziehungsberechtigten der aktuellen YouGov-Umfrage bestätigen: 84% der Befragten stimmen der Aussage, dass mutig sein sich schon einmal positiv für sie ausgewirkt hat, vollkommen zu*.  

Selbstverständlich vs. Selbstverständnis 

Sich ermutigt fühlen ist ein ständiger Entwicklungsprozess, der durch Selbstvertrauen, Vorbilder und Vertrauen des eigenen Umfelds geprägt wird. Knapp Dreiviertel der befragten Eltern und Erziehungsberechtigen (72 Prozent) halten Vorbilder für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder essenziell und gaben an, dass sie es wichtig finden, dass ihr Kind Vorbilder innerhalb der eigenen Familie hat*. Dabei ist es gerade im familiären Umfeld alles andere als selbstverständlich, seinen Kindern positive Beispiele vorzuleben, weiß auch Herausgeberin Dr. Katarzyna Mol-Wolf aus eigener Erfahrung: „Es gibt gewisse Verhaltensmuster, die man seinen Kindern nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst vorlebt. Kinder beobachten empathisch und sie bekommen auch deine schwachen Momente mit. Deswegen ist es für mich genauso wichtig, mich selbst zu reflektieren, mein Leben wirklich zu leben und Entscheidungen nicht starr zu treffen.”. Kinder in ihrer Persönlichkeit zu bestärken und ihnen den Freiraum zu geben, so zu denken, zu sprechen und zu handeln, wie sie es möchten, beinhaltet auch das Loslassen von vermeintlichen Selbstverständlichkeiten und ein reflektiertes Selbstverständnis. Bestärkt durch ermutigende Vorbilder und Vertrauen in das Selbstverständnis werden mutige Kinder zu mutigen Erwachsenen, die selbstbewusst die Welt von morgen gestalten.  

Die neueste LEGO Talk Folge mit Jana Ina Zarrella, Dr. Katarzyna Mol-Wolf und Prof. Dr. Claudia Solzbacher wird anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober 2022 auf der LEGO Website, dem @legogermany_official Instagram-Account und dem LEGO YouTube Channel veröffentlicht. 

Über den LEGO Talk 

Das Video-Gesprächsformat LEGO Talk ist seit 2021 Teil verschiedener Initiativen der LEGO GmbH, um auf wichtige Themen für Kinder, Eltern und Erziehungsberechtigte aufmerksam zu machen. Die Themenschwerpunkte sind unter anderem die Sicherheit von Kindern im Netz, der selbstbewusste Umgang mit geschlechtsspezifischen Stereotypen sowie die Bestärkung und Mitwirkung von Kindern in der Gesellschaft. Wir wollen Kinder dazu ermutigen, so zu sein, wie sie sind und ihr Potenzial freizusetzen, so dass sie ihre eigene Zukunft mutig und kreativ gestalten können. Die Talks liefern in erster Linie Denkansätze und regen zu einem offenen Diskurs an. Veröffentlicht werden die Videos auf dem an Erwachsene und Eltern gerichteten Instagram-Kanal @legogermany_official, YouTube sowie der LEGO Website: www.lego.com/de-de/gemeinsam-stark. 

Prof. Dr. phil. Claudia Solzbacher studierte Erziehungswissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Bonn. Die Erziehungswissenschaftlerin war zuletzt als Professorin an der Universität Osnabrück tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Begabungsforschung, Selbstkompetenzenförderung und individuelle Förderung. Darüber hinaus ist Prof. Dr. phil. Solzbacher u.a. Vorstand des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 

Jana Ina Zarrella ist erfolgreiche TV-Moderatorin und Model. Privat setzt sie sich für verschiedene soziale Projekte ein und vor allem das Wohlergehen von Kindern liegt der zwei-fachen Mutter am Herzen. In diesem Kontext setzt sich die gebürtige Brasilianerin unter anderem als Patin der Organisation “Kinder Rio e.V.“, aber auch für Themen rund um den sicheren und respektvollen Umgang im Internet sowie in sozialen Netzwerken und Medien ein. Wichtig sind ihr dabei und vor allem auch bei ihren eigenen beiden Kindern das vertrauensvolle Miteinander und der offene Dialog über Themen, die auch mal unangenehm sein können. 

Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf gründete 2009, zur Zeit der Finanzkrise, ihren eigenen Verlag und übernahm per Management Buy-out das von ihr gegründete Printmagazin EMOTION von Gruner + Jahr. Heute ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin von INSPIRING NETWORK, Editorial Director der Zeitschriften EMOTION und Finanzielle und Herausgeberin des Philosophie-Magazins HOHE LUFT. 2010 hat sie den emotion.award mit ins Leben gerufen, mit dem Frauen in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden, die erfolgreich ihren Weg gehen und andere Frauen ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen. Das Thema Mut und vor allem auch die Ermutigung anderer ist der Mutter zweier Kinder eine Herzensangelegenheit. 

*Bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der LEGO GmbH im Juli und August 2022 unter 1016 Personen ab 18 Jahren mit Kindern zwischen 4 und 15 Jahren.

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